Archive for the ‘Buchmarkt’ Category

Institut für Kreativwirtschaft (IKW) veröffentlicht monatlich die TOP 100 Verlage bei Facebook auf meier-meint.de – Ranking Februar 2014

Posted on: Juni 10th, 2014 by Heinrich

Seit Juni 2013 werden monatlich die TOP 100 Verlage bei Facebook vom Institut für Kreativwirtschaft (IKW) an der Hochschule der Medien Stuttgart ausgewertet und in Kooperation mit Steffen Meier, Blogger und Leiter Verlagsbereich Online Ulmer Verlag, über dessen Blog meier-meint.de veröffentlicht. Darüber hinaus erscheinen die Charts auch im Blog des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren (AKEP).

Die Kooperation entstand durch die enge Zusammenarbeit des IKW mit Fachleuten aus der Praxis. Über das Blog meier-meint.de sollen die Charts monatlich veröffentlicht werden. Aus einem Pool von über 700 Verlagen, die eine Fanseite bei Facebook eingerichtet haben, werden die Top 100 ermittelt. Die Charts orientieren sich an der Interaktivität, die durch die Relation von „Sprechen darüber“ und „Fanzahl“ generiert wird.

Ziel der Kooperation ist es, alle Verlage, die bei Facebook aktiv sind, zu erfassen und so eine allgemein akzeptierte und repräsentative Erhebung zu veröffentlichen, die als Grundlage für den Erfolg von Facebook-Aktivitäten gilt. Verlage, die nicht in den Charts auftauchen, sind gebeten, den Herausgebern den entsprechenden Link des Facebookprofils (Verlags- oder Themenseite) mitzuteilen.

Bei Interesse am Ranking bzw. dem Projekt KuMo können Sie sich gerne per E-Mail bei Prof. Dr. Martin Engstler melden.

Auswertung der Buchverlage für Februar 2014

Auswertung der Zeitschriftenverlage für Februar 2014

Wissen Sie von welchem Verlag Ihr Buch ist?

Posted on: April 8th, 2013 by Heinrich

Diese Fragen stellten wir uns Ende des letzten Jahres. Entstanden ist daraus eine kurze Studie zum Thema “Bekanntheit von Verlagsmarken”, die ab sofort zur Verfügung steht.

Verlage orientieren sich in ihrer Marketing-Strategie immer mehr am Endkunden. Werbung mit der eigenen Marke konzentriert sich immer mehr auf den Leser. Dies eröffnet die Frage, ob auch beim Endkunden Verlagsmarken bekannt und von Bedeutung sind. Die Online-Befragung verlief über drei Monate und erreichte 964 Personen, wobei 816 Teilnehmer/innen die Umfrage beendet haben. Dies entspricht einer vergleichsweise hohen Beendigungsquote von 85 Prozent.

Die Studienergebnisse zeigen, dass über 90 Prozent der befragten “Leser” sind und sich an das zuletzt gelesene Buch erinnern können. Kritischer sieht es hier bei der Frage nach dem zugehörigen Verlag aus, denn nur knapp jeder dritte Studienteilnehmer kann sich an den Verlag des zuletzt gelesenen Buchs erinnern. Ein Ergebnis, das die Verlagsbranche in ihrer Markenpolitik kritisch stimmen sollte. Gerade bei der Ansprache der zukünftig kaufkräftigen Zielgruppe der 17- bis 29-Jährigen müssen neue Markenstrategien und Markenbindungsmaßnahmen entwickelt werden.

Die Vollständige Studie können Sie online lesen oder als e-Book bestellen.

Buchschaffende treffen sich auf dem Bücherbüffet im Kreativpark Schlachthof Karlsruhe

Posted on: März 25th, 2013 by Heinrich

Bereits zum dritten Mal findet im Oktober 2013 das Bücherbüffet in der Fleischmarkthalle im „Schlachthof“ im Karlsruher Osten statt. Hier präsentieren sich kreative, engagierte, frisch gebackene und etablierte Buchschaffende aus Stadt, Region und Land. Parallel zum Büchermarkt gibt es auch dieses Jahr wieder vielerlei Leckerbissen rund ums Lesen: aktuelle Buchvorstellungen, klassische Autorenlesungen, Performances, Installationen, Fachvorträge und einiges mehr. Die innovativen Abendveranstaltungen „Aufschnitt mit Beilage” runden das Event mit Literatur, Musik und Fingerfood-Menü ab.

Eine junge neue Veranstaltung der Kultur- und Kreativwirtschaft im Raum Karlsruhe. Grund genug für uns, mehr zu dem spannenden Projekt zu erfahren. Wir trafen Jutta Käthler, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Bücherbüffet, die für all unsere Fragen Rede und Antwort stand.

Hallo Jutta, wie laufen die Vorbereitungen für das Bücherbüffet 2013?
JK: Gerade haben wir die Aussteller benachrichtigt, die dieses Jahr auf dem Bücherbüffet dabei sein werden. Wir hatten ungefähr 50 Bewerbungen und konnten 30 Plätze vergeben. Dabei haben wir auf eine spannende Mischung aus Kleinverlagen, Selbstverlagen, Autoren und Dienstleistern aus der Buchbranche geachtet. Von der Handpresse bis zum Blogger ist alles dabei. Jetzt können wir mit der Programmplanung beginnen.

Wer genau steht denn hinter der Bücherbüffet GbR?
JK: Die beiden Verlegerinnen Sonia Lauinger von Der Kleine Buch Verlag und Christine Kern vom Kindermund Verlag haben die Bücherbüffet GbR gegründet. Das Organisationsteam ist inzwischen auf fünf Personen angewachsen. Wir haben für die verschiedenen Aufgabenbereiche jeweils einen verantwortlichen Ansprechpartner: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Sponsoring, Messeorganisation und Programm. Dieses Team wird unterstützt von zahlreichen Freunden und Helfern. Man kann sagen, dass eine der Grundideen des Bücherbüffets, „Netzwerken für Buchschaffende und Literaturfreunde“, schon Früchte trägt.

Welche Erfahrungen aus den letzten beiden Veranstaltungen nehmt ihr mit für die dritte Auflage?
JK: Wir bieten kein fertiges Produkt an und auch keinen Frontalunterricht in Sachen Literatur. Das Bücherbüffet versteht sich als Plattform. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es wichtig ist, offen zu sein. Für Kleine und Allerkleinste. Für neue Ideen. Für die Wünsche des Publikums. Dann macht es auch nichts, wenn nicht alles perfekt ist. Es gibt auf dem Bücherbüffet zum Beispiel Debütantenlesungen von ganz jungen Autoren. Da ist keiner geübt oder geschult. Und gerade dafür gibt es besonders viel Applaus. Wir haben gelernt: Keine Angst vor Experimenten!

Als Forschungsinstitut für Kreativwirtschaft interessieren wir uns vor allem für die ökonomische Bedeutung der Veranstaltung. Im Mittelpunkt steht sicherlich der Buchmarkt. Aber welche weiteren Teilbranchen der Kreativwirtschaft sind beim Bücherbüffet involviert?
JK: Besonders wichtig ist es uns, die Musikbranche miteinzubeziehen. Das stellt uns aber jedes Jahr wieder vor die Herausforderung, ein gutes, GEMA-freies Programm zusammenzustellen. Die Musiker, die mit uns zusammenarbeiten, haben darin inzwischen Übung. Sehr kreativ finde ich auch immer wieder unsere Caterer – auch wenn sie streng genommen nicht zur Kreativwirtschaft gehören.

Welches Potenzial für Synergien innerhalb der Kreativwirtschaft hat das Bücherbüffet?
JK: Der Reiz des Büchberbüffets liegt vor allem in den branchenübergreifenden Kooperationen. Musiker, Illustratoren, Designer, Künstler – sie alle haben Anknüpfungspunkte zur Buchbranche. Es ist uns ein besonderes Anliegen, das noch weiter auszubauen.

Sind dir konkrete Kooperationen bekannt, die durch das Bücherbüffet entstanden sind?
JK: Ehrlich gesagt ist das für mich ein komplexes und gleichzeitig undurchsichtiges Geflecht an Beziehungen, die auf dem Bücherbüffet entstehen. Ich kenne eine ganze Reihe von konkreten Projekten, die im Anschluss an das Bücherbüffet entstanden sind. Autoren haben Verlage gefunden, Illustratoren neue Aufträge akquiriert, gemeinsame Lesungen wurden organisiert – und nicht zuletzt sind auch neue Freundschaften entstanden.

Im alten Schlachthof in Karlsruhe entsteht ja zunehmend ein Kreativzentrum. Welche Auswirkungen hat die Location auf euer Bücherbüffet?
JK: Vor wenigen Jahren wurden im Alten Schlachthof tatsächlich noch Tiere geschlachtet. Weil die Fleischmarkthalle immer noch roh und nicht renoviert ist, hat sie eine ganz besondere, für Karlsruhe einmalige Atmosphäre. Eben nicht artifiziell, sondern authentisch. Andere Gebäude auf dem Gelände sind schon deutlich weiter entwickelt. Das kommt uns auch zugute. Das benachbarte Kulturzentrum „Tollhaus“ unterstützt uns großzügig bei den Themen Kartenvorverkauf und Bühnenzubehör. Ich finde die Frage auch andersherum interessant: Welche Auswirkung hat das Bücherbüffet auf die Location? Ich denke, beide Seiten können da zufrieden sein.

Welchen Stellenwert hat die zunehmende Digitalisierung in der Verlagsbranche bei euren Ausstellern?
JK: Durch die Digitalisierung ist die Vielfalt größer geworden. Es gibt immer mehr Kleinverlage, Selfpublisher, e-books. Auch die Gegenbewegung zur Digitalisierung ist auf dem Bücherbüffet zu sehen: hochwertig hergestellte Bücher, handgeschöpfte Papiere. Das große Thema unserer Aussteller ist die Entwicklung der Distributionsmöglichkeiten. Amazon, eigener Shop, klassischer Buchhandel – wie und wo verkauft man seine Geschichten am besten? Auf dem Bücherbüffet ist das direkt möglich.

Dann wünschen wir euch für die weitere Vorbereitung gutes Gelingen und haben noch eine letzte Frage: Wie sieht das Bücherbüffet 2020 aus?
JK: Innovativ.

Wo finden wir Sie im Internet?
JK: http://www.bücherbüffet.de
www.buecherbueffetblog.de
https://twitter.com/Buecherbueffet
http://www.facebook.com/buecherbueffet

IKW-Interview mit Heidrun Zimmermann

Posted on: März 27th, 2012 by Heinrich

Heidrun Zimmermann

Heidrun Zimmermann, studierte Verlagswirtin und zweifache Mutter, betreibt in Stuttgart mit ihrem Ehemann die Kunstgalerie GALERIE Z und arbeitet parallel als Herstellerin beim Kunstbuchverlag Hatje Cantz in Ostfildern. Grund genug für unser Institut ein kurzes Interview mit Frau Zimmermann zu führen, da sie gleich in zwei Teilbranchen der Kreativwirtschaft zuhause ist.

IKW: Liebe Frau Zimmermann, schön, dass Sie die Zeit für ein kurzes Interview gefunden haben. Sie arbeiten aktuell in gleich zwei Branchen der Kreativwirtschaft. Ist Ihnen der Begriff der Kultur- und Kreativwirtschaft schon einmal begegnet?
HZ: Obwohl ich mich als Teil der Kreativbranche sehe und wir auch schon einige Projekte zusammen mit den Kreativen der Stuttgarter Wagenhallen realisiert haben, ist mir der Begriff der Kultur- und Kreativwirtschaft  als separater Wirtschaftszweig noch nicht begegnet.

IKW: Sie sprechen von Kooperationen innerhalb der Kreativbranche, sind Ihnen noch andere Kooperationen bekannt, oder sind Sie aktiv auf der Suche nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit?
HZ: Zwischen Galerie und Kunstbuchverlag auf jeden Fall. Unser Verlag fungiert größtenteils als Dienstleister für Museen und Galerien, denn deren Ausstellungskataloge sorgen für den größten Umsatzanteil für den Verlag. Ansonsten sind mir aus Herstellersicht keine weiteren Kooperationen mit regionalen kreativschaffenden bekannt. Als Galerie streben wir aber schon danach, Kooperationen um gemeinsame Veranstaltungen oder Projekte zu fördern.

IKW: Sprechen Ihre Galerie und die Bücher des Hatje Cantz Verlags gleiche Zielgruppen an und lassen sich dadurch Synergien ableiten?
HZ: Überwiegend schon. Zuletzt waren wir bei einem unserer Galerie-Kunden zuhause – dort musste ich allerdings feststellen, dass er leider mehr Kunstbücher unseres Konkurrenten im Regal stehen hat, als welche von Hatje Cantz. Aber gerade die Vielfalt, die ein Verlag an Kunstrichtungen abdeckt, kann nur große Inspiration für Künstler und Galeristen sein. Die Synergien laufen aber eher unterbewusst und im Stillen ab.

IKW: Was sind aktuell die größten Herausforderungen für Galerie und Kunstbuchmarkt?
HZ: Bei der Galerie die permanente Profilpflege, die ständige Suche nach neuen Impulsen und vor allem die Aufbauarbeit für gesetzte Künstler der Galerie. Das Konkurrenzdenken in der Branche ist sehr hoch und bedarf immer neuer Strategien um sich abzuheben. So ist der Gang zu Kunstmessen für uns obligatorisch, denn gerade junge Künstler müssen über die Grenzen Stuttgarts herauskommen. Gute Kunden erhalten auch einen guten Service, so kann es schon mal vorkommen, dass wir zu einem Private viewing direkt zu dem Kunden fahren. Das alles nach strengen wirtschaftlichen Gesichtspunkten auszuüben, ist gerade für uns Kreative eine große Herausforderung. Für den Kunstbuchmarkt gilt es immer noch adäquate digitale Technologien für großformatige und bildlastige Werke zu entwickeln.

IKW: Die technologische Entwicklung wirbelt den doch recht traditionsreichen Buchmarkt aktuell ziemlich auf. Sehen Sie auch technologische Weiterentwicklungen in der Galerieszene?
HZ: Nicht so deutlich wie in der Verlagswelt. Allerdings schießen gerade Online-Portale zur Selbstdarstellung für Kunstgalerien wie Pilze aus dem Boden. Die Angebote sind oft kostspielig und für kleine und mittlere Galerien dadurch noch schwer zugänglich. Da wir allgemein unseren Schwerpunkt auf figurative Malerei setzen, haben wir aktuell keinen großen Bedarf an interaktiven Ausstellungstechnologien und -methoden.

IKW: Welche Rolle spielen für Sie die sozialen Medien?
HZ: Der Verlag ist natürlich in allen sozialen Medien vertreten. Als Galerie haben wir einen Facebook-Account, allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass sich unsere Zielgruppe über dieses Medium findet, da bedarf es schon etwas mehr Aufwand, wie z. B. persönliche Einladungen oder Messeauftritte, um wertvolle Kunden zu gewinnen. Wir sehen Facebook eher als Instrument fürs Empfehlungsmarketing an die breite Masse – hier denke ich an Termine für Vernissagen und laufende Ausstellungen. Zudem kann man es sich ja heute gar nicht mehr leisten keinen Account zu haben, da bei Facebook ja irgendwie gerade alle unterwegs sind.

IKW: Haben Sie schon einmal an die Integration von Kunden in den laufenden Betrieb von Galerie oder Verlag gedacht?
HZ: In der Herstellung ist mir das nicht bekannt, aber das ist ja auch der Jobs unser Vertriebs- und Werbeleute. In der Galerie schon eher, denn Kunden fragen immer mal wieder, ob wir nicht was von dem oder jenem Künstler haben. Allerdings sollte das schon in unser Galerienprofil passen. Insofern könnte der Kunde schon in gewisser Weise unser Programm mit gestalten, wenn die Vorstellungen nicht gegen unsere Überzeugungen gehen.

In Medias Res: Thema Verlage

Posted on: November 14th, 2011 by Heinrich

Der monatlich veröffentlichte Newsletter „in medias res“ der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart widmet seine aktuelle Ausgabe dem Thema Verlage.

Neben einem Interview-Auszug mit Verleger Dr. Albrecht Hauff (Thieme Verlagsgruppe) über die Zukunft der Verlage, gibt es aktuelle Termine, einen Kurzbericht über das Coworking0711 sowie weiteres zur Verlagsbranche.

Einfach mal einen Blick in die Online-Ausgabe werfen.