IKW begrüßt Isabel Suditsch als akademische Mitarbeiterin

Seit dem 1. April unterstützt Isabel Suditsch das Institut für Kreativwirtschaft (IKW) als akademische Mitarbeiterin. Ihre Aufgaben konzentrieren sich auf das Forschungsprojekt „Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum“. Neben ihrer Tätigkeit am IKW promoviert die 28-Jährige an der Universität Stuttgart im Rahmen des EU-Forschungsprojekts TURAS (Transitioning Towards Urban Resilience and Sustainability) zum Thema „Kommunikation in interdisziplinären und multilingualen EU-Projekten“. Nach dem Studium der Anglistik und Germanistik an der Universität Stuttgart und der University of KwaZulu-Natal im südafrikanischen Durban absolvierte Isabel Suditsch ein Volontariat bei der Stuttgarter PR-Agentur Communication Consultants.

 

Wissen Sie von welchem Verlag Ihr Buch ist?

Diese Fragen stellten wir uns Ende des letzten Jahres. Entstanden ist daraus eine kurze Studie zum Thema “Bekanntheit von Verlagsmarken”, die ab sofort zur Verfügung steht.

Verlage orientieren sich in ihrer Marketing-Strategie immer mehr am Endkunden. Werbung mit der eigenen Marke konzentriert sich immer mehr auf den Leser. Dies eröffnet die Frage, ob auch beim Endkunden Verlagsmarken bekannt und von Bedeutung sind. Die Online-Befragung verlief über drei Monate und erreichte 964 Personen, wobei 816 Teilnehmer/innen die Umfrage beendet haben. Dies entspricht einer vergleichsweise hohen Beendigungsquote von 85 Prozent.

Die Studienergebnisse zeigen, dass über 90 Prozent der befragten “Leser” sind und sich an das zuletzt gelesene Buch erinnern können. Kritischer sieht es hier bei der Frage nach dem zugehörigen Verlag aus, denn nur knapp jeder dritte Studienteilnehmer kann sich an den Verlag des zuletzt gelesenen Buchs erinnern. Ein Ergebnis, das die Verlagsbranche in ihrer Markenpolitik kritisch stimmen sollte. Gerade bei der Ansprache der zukünftig kaufkräftigen Zielgruppe der 17- bis 29-Jährigen müssen neue Markenstrategien und Markenbindungsmaßnahmen entwickelt werden.

Die Vollständige Studie können Sie online lesen oder als e-Book bestellen.

 

Buchschaffende treffen sich auf dem Bücherbüffet im Kreativpark Schlachthof Karlsruhe

Bereits zum dritten Mal findet im Oktober 2013 das Bücherbüffet in der Fleischmarkthalle im „Schlachthof“ im Karlsruher Osten statt. Hier präsentieren sich kreative, engagierte, frisch gebackene und etablierte Buchschaffende aus Stadt, Region und Land. Parallel zum Büchermarkt gibt es auch dieses Jahr wieder vielerlei Leckerbissen rund ums Lesen: aktuelle Buchvorstellungen, klassische Autorenlesungen, Performances, Installationen, Fachvorträge und einiges mehr. Die innovativen Abendveranstaltungen „Aufschnitt mit Beilage” runden das Event mit Literatur, Musik und Fingerfood-Menü ab.

Eine junge neue Veranstaltung der Kultur- und Kreativwirtschaft im Raum Karlsruhe. Grund genug für uns, mehr zu dem spannenden Projekt zu erfahren. Wir trafen Jutta Käthler, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Bücherbüffet, die für all unsere Fragen Rede und Antwort stand.

Hallo Jutta, wie laufen die Vorbereitungen für das Bücherbüffet 2013?
JK: Gerade haben wir die Aussteller benachrichtigt, die dieses Jahr auf dem Bücherbüffet dabei sein werden. Wir hatten ungefähr 50 Bewerbungen und konnten 30 Plätze vergeben. Dabei haben wir auf eine spannende Mischung aus Kleinverlagen, Selbstverlagen, Autoren und Dienstleistern aus der Buchbranche geachtet. Von der Handpresse bis zum Blogger ist alles dabei. Jetzt können wir mit der Programmplanung beginnen.

Wer genau steht denn hinter der Bücherbüffet GbR?
JK: Die beiden Verlegerinnen Sonia Lauinger von Der Kleine Buch Verlag und Christine Kern vom Kindermund Verlag haben die Bücherbüffet GbR gegründet. Das Organisationsteam ist inzwischen auf fünf Personen angewachsen. Wir haben für die verschiedenen Aufgabenbereiche jeweils einen verantwortlichen Ansprechpartner: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Sponsoring, Messeorganisation und Programm. Dieses Team wird unterstützt von zahlreichen Freunden und Helfern. Man kann sagen, dass eine der Grundideen des Bücherbüffets, „Netzwerken für Buchschaffende und Literaturfreunde“, schon Früchte trägt.

Welche Erfahrungen aus den letzten beiden Veranstaltungen nehmt ihr mit für die dritte Auflage?
JK: Wir bieten kein fertiges Produkt an und auch keinen Frontalunterricht in Sachen Literatur. Das Bücherbüffet versteht sich als Plattform. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es wichtig ist, offen zu sein. Für Kleine und Allerkleinste. Für neue Ideen. Für die Wünsche des Publikums. Dann macht es auch nichts, wenn nicht alles perfekt ist. Es gibt auf dem Bücherbüffet zum Beispiel Debütantenlesungen von ganz jungen Autoren. Da ist keiner geübt oder geschult. Und gerade dafür gibt es besonders viel Applaus. Wir haben gelernt: Keine Angst vor Experimenten!

Als Forschungsinstitut für Kreativwirtschaft interessieren wir uns vor allem für die ökonomische Bedeutung der Veranstaltung. Im Mittelpunkt steht sicherlich der Buchmarkt. Aber welche weiteren Teilbranchen der Kreativwirtschaft sind beim Bücherbüffet involviert?
JK: Besonders wichtig ist es uns, die Musikbranche miteinzubeziehen. Das stellt uns aber jedes Jahr wieder vor die Herausforderung, ein gutes, GEMA-freies Programm zusammenzustellen. Die Musiker, die mit uns zusammenarbeiten, haben darin inzwischen Übung. Sehr kreativ finde ich auch immer wieder unsere Caterer – auch wenn sie streng genommen nicht zur Kreativwirtschaft gehören.

Welches Potenzial für Synergien innerhalb der Kreativwirtschaft hat das Bücherbüffet?
JK: Der Reiz des Büchberbüffets liegt vor allem in den branchenübergreifenden Kooperationen. Musiker, Illustratoren, Designer, Künstler – sie alle haben Anknüpfungspunkte zur Buchbranche. Es ist uns ein besonderes Anliegen, das noch weiter auszubauen.

Sind dir konkrete Kooperationen bekannt, die durch das Bücherbüffet entstanden sind?
JK: Ehrlich gesagt ist das für mich ein komplexes und gleichzeitig undurchsichtiges Geflecht an Beziehungen, die auf dem Bücherbüffet entstehen. Ich kenne eine ganze Reihe von konkreten Projekten, die im Anschluss an das Bücherbüffet entstanden sind. Autoren haben Verlage gefunden, Illustratoren neue Aufträge akquiriert, gemeinsame Lesungen wurden organisiert – und nicht zuletzt sind auch neue Freundschaften entstanden.

Im alten Schlachthof in Karlsruhe entsteht ja zunehmend ein Kreativzentrum. Welche Auswirkungen hat die Location auf euer Bücherbüffet?
JK: Vor wenigen Jahren wurden im Alten Schlachthof tatsächlich noch Tiere geschlachtet. Weil die Fleischmarkthalle immer noch roh und nicht renoviert ist, hat sie eine ganz besondere, für Karlsruhe einmalige Atmosphäre. Eben nicht artifiziell, sondern authentisch. Andere Gebäude auf dem Gelände sind schon deutlich weiter entwickelt. Das kommt uns auch zugute. Das benachbarte Kulturzentrum „Tollhaus“ unterstützt uns großzügig bei den Themen Kartenvorverkauf und Bühnenzubehör. Ich finde die Frage auch andersherum interessant: Welche Auswirkung hat das Bücherbüffet auf die Location? Ich denke, beide Seiten können da zufrieden sein.

Welchen Stellenwert hat die zunehmende Digitalisierung in der Verlagsbranche bei euren Ausstellern?
JK: Durch die Digitalisierung ist die Vielfalt größer geworden. Es gibt immer mehr Kleinverlage, Selfpublisher, e-books. Auch die Gegenbewegung zur Digitalisierung ist auf dem Bücherbüffet zu sehen: hochwertig hergestellte Bücher, handgeschöpfte Papiere. Das große Thema unserer Aussteller ist die Entwicklung der Distributionsmöglichkeiten. Amazon, eigener Shop, klassischer Buchhandel – wie und wo verkauft man seine Geschichten am besten? Auf dem Bücherbüffet ist das direkt möglich.

Dann wünschen wir euch für die weitere Vorbereitung gutes Gelingen und haben noch eine letzte Frage: Wie sieht das Bücherbüffet 2020 aus?
JK: Innovativ.

Wo finden wir Sie im Internet?
JK: http://www.bücherbüffet.de
www.buecherbueffetblog.de
https://twitter.com/Buecherbueffet
http://www.facebook.com/buecherbueffet

 

Gute Zukunftschancen für kreative Ideen

Am Dienstag, den 19. März 2013, fand die 7. AUFSCHWUNG-Messe und Kongress für Existenzgründer und junge Unternehmen im Casino-Gebäude in Frankfurt am Main statt. Die AUFSCHWUNG ist eine der größten Messen für Gründer und junge Unternehmen in Deutschland und zeigte viel Potenzial für Gründer aus der Kreativwirtschaft auf.

Unser Besuch der AUFSCHWUNG in Frankfurt mit 300 Experten an Messeständen und rund 50 Vorträgen zu Gründerthemen, zeigte, wie viel Potenzial die Zukunft für Kreativschaffende bietet. Zukunftsdesigner Patrick Mijnals präsentierte verschiedene Szenarien für Zukunftstrends und zählt die Kreativität als Wertschöpfung zu dem elementarsten Wettbewerbsvorteil in den kommenden Jahren, da nahezu alle kognitiven Leistungen – außer die Kreativität – durch Computer ersetzt werden können. Das “Internet der Dinge” wird als größter Trend für die Jahre um 2020 gehandelt und bietet gleichzeitig für nahezu alle Branchen der Kreativwirtschaft Anknüpfungspunkte. Zudem sieht Mijnals alle Themen rund um Nachhaltigkeit als wichtige Chance für neue Geschäftsmodelle. Ferner ist auch die Personengruppe der über 65-Jährigen eine andere, als jene, die wir von unseren Großeltern kennen. Sie waren die Begründer der wilden 1960er, sind weltoffener, aktiver, sprechen teilweise mehrere Sprachen und sehen in ihrem Ruhestand eine neue Chance. Dies ermöglicht auch der Kultur- und Kreativwirtschaft den Zugang zu einer vielseitig interessierten aber bisher vernachlässigten Zielgruppe.

Mit etwas mehr Mut und Wachsamkeit können neue Geschäftsmodelle und Produkte in der Kreativwirtschaft verhältnismäßig einfach kreiert und entwickelt werden. Die Transparenz im Internet verdeutlicht die Wünsche der unterschiedlichen Generationen so stark wie nie zuvor. Dies ermöglicht durch innovative Kombination von Verhaltensänderungen, Wünschen und wirtschaftlichen Trends neue Produkte und Dienstleistungen zu erschaffen. Es bedarf hauptsächlich Zeit, die rar ist, aber als Investition in neue Ideen sehr lohnend sein kann.

 

Lutz Mörgenthaler verstärkt Institut für Kreativwirtschaft

Lutz Mörgenthaler

Seit dem 1. März hat das Institut für Kreativwirtschaft einen neuen akademischen Mitarbeiter. Lutz Mörgenthaler hat sein Bachelorstudium Mediapublishing an die Hochschule der Medien absolviert und kehrt nun als Mitarbeiter für ein Forschungsprojekt zur Entwicklung und Förderung der Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum an die Hochschule zurück.

Herzlich Willkommen!